Dominik Dittberner: HELLER ALS DER TAG | Portfolio

Meine Herangehensweise an die Fotografie ist sehr von der Malerei des abstrakten Expressionismus der 1950er und 1960er Jahre beinflusst.

Die Städte, in denen wir leben, sind immer mehr geprägt durch eine funktionelle und konsumorientierte Infrastruktur. Nachts durch die Straßen zu ziehen, und diese Bilder zu machen bedeutete für mich auch, mich mit diesen Gegebenheiten zu konfrontieren und mich ihnen bewusst zu widersetzen. Mich interessiert diese künstliche Welt als Metapher für den Fortschritt als auch für das Scheitern unserer Zivilisation.

In meinen Arbeiten sind oft Gebäude zu sehen, die aus Beton gefertigt sind. Ein Material, dass auf seiner Oberfläche die Spuren der Zeit sichtbar werden lässt, selbst dieses massive Baumaterial ist einem Alterungsprozess unterworfen. Die Blätter der Bäume reflektieren nach langer Belichtungszeit das Licht der weit entfernten Straßenbeleuchtung.

Für mich geht es auch um eine andere Form der Wahrnehmung, durch die der urbane Raum seine funktionsgebundene Ordnung verliert und sich in einen abstrakten Raum verwandelt. Ich versuche einen Zustand zwischen Figuration und Abstraktion, zwischen Realität und Fiktion sichtbar zu machen.

Meine Bilder können von einer Gefühl der Fremdheit oder Entfremdung erzählen, aber auch von einem Aufgehobensein in einer Welt, in der die Natur nur noch als temporärer Erholungsraum dient. Aus diesem Grund sind auch die meisten meiner Fotografien in der Nacht entstanden. Die Dunkelheit verbirgt, das Kunstlicht schafft eine Bühne der Ambivalenz.

Dominik Dittberner: www.dominikdittberner.com

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